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DANCE NOW! TANZJAHR 2016

08.01.2016

Die Initiative zum Tanzjahr 2016 entstand aus der einmaligen Konstellation heraus, dass 2016 erstmalig drei international herausragende Tanzereignisse „Made in Germany“ stattfinden: der Tanzkongress in Hannover, die Tanzplattform Deutschland in Frankfurt und die Internationale Tanzmesse in Düsseldorf. Der Dachverband Tanz verbindet durch das Tanzjahr 2016 diese Events mit den Tanzhäusern in ganz Deutschland.

Wir wollen diese Idee nutzen, um Ihnen etwas über die Tanz-Highlights 2016 am LOFFT zu erzählen. Das LOFFT hat sich in den letzten Jahren zu einem zentralen Produktions- und Aufführungsort für Tanz entwickelt und ist vielfältig vernetzt. Das Jahr 2016 wird ein Spiegelbild dessen. Allein 15 große Tanz-Events erwarten Sie nächstes Jahr. Wir beginnen mit der Wiederaufnahme von Sebastian Webers DIE LEGENDE VON SYD O‘NOO (26.+27.+28.02.). Wohl kein deutscher Stepptänzer hat sich bisher so ernsthaft, existenziell und künstlerisch mit dem Erbe seiner Kunst beschäftigt. Die Inszenierung vermischt Fakten und Fantasie zu einem klugen Vexierspiel, indem sie dokumentarische Filminterviews, Re-Enactments und choreografische Rekonstruktionen in ihre leichtfüßige Story integrieren.

Im Kernprogramm zeigen wir drei ganz verschiedene Koproduktionen. Mit Alma Toaspern produziert eine vielversprechende Nachwuchskünstlerin THE STRANGER QUESTION (18.+20.+21.08.). Darin geht es darum, sich selbst „anzufremden“. Es geht um Unterbrechungen und Störungen, die in den choreografischen Prozess einfließen. Ein intensives Tanzstück mit überraschenden Wendungen. Zusammen mit den Berliner Sophiensaelen produzieren wir Rose Beermanns MY BODY IS THE FIELD (24.+26.+27.11.), das sich mit der Fitnessgesellschaft beschäftigt. Auf der Bühne wird nicht getanzt, sondern trainiert, dabei steigert sich die Absurdität der Vorgänge immer mehr, bis das setting eher einer Schlacht als Fitness-Übungen gleichen. Der Krieg um den optimalen Körper ist entbrannt. Bereits mit zahlreichen Auszeichnungen dekoriert ist Yoshiko Waki/bodytalk, was sie jedoch nicht davon abhält, hohe Risiken einzugehen. So auch in ATOMHEARTMOTHER. PERFORMENSCH (16.+18.+19.06.), das Brücken zwischen Deutschland und Japan, zwischen Kunst und Kochen, zwischen Katastrophe und Konsum schlägt. Tänzerinnen der japanischen Futome-Performance essen aus Protest soviel verseuchte Nahrung wie möglich, um damit auch körperlich auszudrücken, dass sie eben nicht alles in sich hinein fressen, was vom japanischen Staat und der Wirtschaft verlangt wird. Ein Fleisch-Tsunami.

Besonders wichtig sind unsere Tanz-Austauschformate, die unter dem Label DANCE TRANSIT (Ende April) und TANZTAUSCH (Ende Oktober) laufen. Dabei orientieren wir uns einerseits nach Osten (Dresden, Prag) und andererseits nach Westen (Köln, Tilburg). Die Festivalreihen ermöglichen es, andere Stücke nach Leipzig zu holen aber auch Leipziger Tanzproduktionen anderswo zu zeigen. Ein weiteres serielles Format wird das BLIND DATE sein. Mindestens drei mal im Jahr (April, September, Dezember) trifft eine zeitgenössische Tänzerin auf zwei weitere Künstler aus verschiedenen Genres. Alle drei sind starke Performer, versierte Improvisatoren und
risikofreudige Grenzgänger. Aber: sie treffen sich zum ersten Mal auf einer Bühne! Durch die Begegnung mit der jeweils anderen Kunstform wird der Tanz herausgefordert, sich seiner Spezifik, Kohärenz und individuellen Besonderheit zu versichern.

Kooperationen mit anderen Playern des zeitgenössischen Tanzes sind Bestandteil unseres Selbstverständnisses. Neben der jährlich gastierenden euro-scene Leipzig, liegt uns dabei besonders das Festival OFF EUROPA (16.-24.09.) am Herzen, das sich jedes Jahr einem anderen europäischen
Land widmet. Dieses Jahr ist das Finnland – Sehnsucht Suomi. Innerhalb der 4. Leipziger Tanztheaterwochen im September wird das Leipziger Tanztheater (LTT) seine jährliche Company-Premiere im LOFFT feiern.

Auch in die Stadt, in das Viertel drängt es unsere tänzerischen Ambitionen. Diana Wesser erkundet zusammen mit Hermann Heisig erneut – nach 10 Jahren – das Viertel Lindenau rund um unser Theater performativ. In einem Showing Ende Mai werden wir Leipzig mit neuen Augen sehen. Zwei besondere Bereiche des zeitgenössischen Tanzes sind uns sehr wichtig. Einerseits ist das der mixed-abled Tanz, der bei uns bereits seit sieben Jahren einen Schwerpunkt bildet. Wir freuen uns auf die jährliche Premiere des Tanzlabor Leipzig: DON‘T WALK. DANCE (04.-06.11.) wird wieder mit einer für die Tänzer unbekannten Choreografin überregionaler Geltung inszeniert – ein Wagnis für alle Beteiligten. Für Kinder sollte es mehr als Ballett geben, weshalb wir 2016 zeitgenössischen Tanz für Kinder machen wollen (08.-11.12.). Die erfahrenen Choreografinnnen Jana Rath und Gesa Volland machen einen klassischen Märchenstoff in einer inspirierten Inszenierung für Kinder lebendig und eröffnen ihrem jungen Publikum dadurch das Theater als einen Ort, an dem Märchen Wirklichkeit sind.

Wir wünschen ein tolles Tanzjahr 2016. DANCE NOW!

www.tanzjahr2016.de

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